WuS-Kurs 8 im Mehrgenerationenhaus der AWO

von Harald Lutz

Wie verändert sich die Art zu wohnen im Laufe unseres Lebens? In den ersten 20 Jahren wohnen viele Kinder und Jugendliche bei ihren Eltern. Später ziehen sie aus und werden selbständig in einer eigenen Wohnung. So leben sie eine lange Zeit ihres Lebens in der eigenen Wohnung oder einem Haus, bis sie im Alter wieder auf Hilfe angewiesen sind.

So ergeht es den Bewohnerinnen und Bewohnern des AWO-Seniorenzentrums im Haus der Generationen in Neuwied, gegenüber der Deichwelle. Alte, pflegebedürftige Menschen verbringen dort ihre letzten Lebensjahre, werden von den Pflegerinnen und Pflegern betreut und medizinisch versorgt.

Ein besonderes Merkmal des Seniorenzentrums ist aber auch die Zusammenarbeit mit der AWO-Kita, die im Erdgeschoß des gleichen Gebäudes liegt. Im Rahmen des Wahlpflichtfachtages der achten Klassen besuchte der WuS-Kurs die Kindertagesstätte im Haus der Generationen, um zu erfahren, wie die Jungen und die Alten zusammen leben und sich austauschen.

Dazu besuchte ein Teil des Kurses mit einem Erzieher das ‚Regenbogenland‘, in dem sich einige alte Menschen und einige der Kleinen trafen, um zusammen zu singen und mit Schwungtuch und Ball zu spielen. Außerdem wurde noch ein kleines Theaterstück vorgespielt.

Die andere Hälfte des Kurses besuchte die Kindertagesstätte und verteilte sich auf die verschiedenen Räume, in denen die Kinder toben, basteln oder spielen konnten. Da es keine feste Gruppen gibt, kann jedes Kind selbst entscheiden, womit es sich beschäftigen möchte. Am Ende wollten aber viele kleine Kinder draußen Fußball spielen und sie fanden in den Jungs des WuS-Kurses natürlich einige begeisterte Mitspieler.

Am Ende gab es noch eine kurze Abschlussrunde mit der stellvertretenden Leiterin der Kindertagesstätte, Frau Nink. Dabei wurde deutlich, dass die Schülerinnen und Schüler viele neue Erfahrungen sammeln konnten und einen guten Einblick in die Arbeit der Kita und des Seniorenheims bekamen. Vor allem die gemeinsamen Spiele von Alt und Jung blieben dabei in Erinnerung. Möglicherweise wurde dadurch die Neugier auf das Berufsfeld und die Lust auf ein Praktikum geweckt?!