Lernräume neu denken: Unsere Expedition ins Zukunftslabor.Lernen
von Jessica Cramer
Am vergangenen Freitag machte sich ein Team der IGS Johanna Loewenherz, bestehend aus Lehrkräften sowie Mitgliedern der Schülervertretung, auf den Weg in das Pädagogische Landesinstitut nach Koblenz. Das Ziel war das „Zukunftslabor.Lernen“, wo wir gemeinsam der Frage nachgingen, wie moderne Lernräume gestaltet sein müssen, um Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen und ein gutes Miteinander zu schaffen.
Bevor es an die eigene Planung ging, durften wir das Zukunftslabor erst einmal selbst erkunden. Wir konnten die verschiedenen Zonen entdeckt und sämtliche Arbeitsbereiche direkt ausprobiert. So hat letztlich jede und jeder den Ort für sich gefunden, an dem sich am besten arbeiten ließ.
Nach dieser eigenen Erfahrung und einer kurzen Einführung zum Zusammenhang von Pädagogik und Raumkultur ging es direkt in die Workshopphase. In gemischten Arbeitsgruppen setzten wir uns damit auseinander, wie wir Lernräume an unserer Schule neu denken und gestalten können. Dabei diente Haus Gelb als Orientierung: Die dort bereits umgesetzten Konzepte wurden reflektiert und weitergedacht. Der Hauptfokus lag jedoch auf der künftigen Entwicklung der Räumlichkeiten in Haus Rot.
Besonders wertvoll waren die Impulse der Schülervertretung, die sich in unterschiedliche Arbeitsgruppen aufgeteilt hatten. Eine Gruppe nahm sich den Eingangsbereich vor: Schließlich ist die Eingangshalle der Ort, an dem man morgens ankommt und der den ersten Eindruck prägt. Um diesen Bereich einladender zu gestalten, entwickelten sie ein Konzept aus aufeinander abgestimmten Farbtönen, Grünpflanzen, gemütlichen Sitzgelegenheiten und einer übersichtlichen Beschilderung zur Orientierung.
Auch für die noch ungenutzten Freiflächen in Haus Rot und Haus Gelb entstanden in zwei weiteren Gruppen vielversprechende Visionen. Die Bereiche sollen so umgestaltet werden, dass sie durch eine ruhige Atmosphäre, Rückzugsmöglichkeiten und ergonomische Arbeitsplätze flexibel zum eigenverantwortlichen und differenzierten Lernen einladen.
Wie konkret die Ideen wurden, zeigte sich unter anderem beim Modellbau: Eine Gruppe baute aus Lego ein Klassenzimmer mit ganz unterschiedlichen Funktionsbereichen. Statt starrer Sitzordnungen entstanden Zonen für Zusammenkommen, Kooperation, fokussiertes Arbeiten, Präsentationen und vertrauensvolle Gespräche. Auch Aspekte wie Schallschutz, unterschiedliche Lerntypen und ergonomische Bedürfnisse wurden direkt im Modell berücksichtigt.
Mit vielen frischen Eindrücken, neuen Ideen und konkreten Ansätzen im Gepäck kehrte das Team zurück. Die Ergebnisse dieser Expedition bilden eine gute Grundlage für die nächsten Schritte unserer Schulentwicklung.
Ein besonderer Dank geht an Kerstin Goldstein für die Organisation des Termins sowie an Ute Ferdinand für die Leitung des Workshops.











